Duravit punktet beim German Design Award mit gleich vier Auszeichnungen

Duravit erzielt in diesem Jahr beim German Design Award eine Special Mention für die c-bonded Technologie und gleich drei Designentwürfe, B.1, Luv und DuraSquare wurden jeweils mit „Winner“ ausgezeichnet.

Mit dem Prädikat Special Mention werden Arbeiten gewürdigt, deren Design besonders gelungene Details oder Lösungen aufweisen – eine Auszeichnung, die das Engagement von Unternehmen und Designern honoriert. So auch den Vero Air Waschtisch mit L-Cube Waschtischunterbau als c-bonded Version. Hier wird der Möbelwaschtisch in einem aufwändigen und einzigartigen Prozess praktisch nahtlos mit dem Möbelunterbau zusammengefügt. Die Materialstärke des Waschtischs wird dabei unsichtbar und reduziert sich auf eine präzise Kante.

Die Armaturenserie B.1 kennzeichnet weiche runde Konturen. Zwei verschiedene Größen lassen der Gestaltung des Waschplatzes einen größeren Spielraum. Auch für alle anderen Badbereiche bietet B.1 die für die jeweilige Einbausituation passende, optimale Armaturenlösung.

Das Design der Serie Luv von Cecilie Manz verbindet nordischen Purismus und zeitlose Eleganz. Ovale Aufsatzschalen aus DuraCeram überzeugen mit großzügigen Innenbecken und klaren Kanten.

Mit DuraSquare entwickelte Duravit eine Serie, die mit Präzision und Reduktion neue Maßstäbe setzt. Das Design der Waschtische ist von der Grundform rechteckig und präzise gearbeitet. Das weiche Innenbecken bildet einen ästhetischen Kontrast zur exakten Geometrie der Serie. Interessant ist die Kombination mit den Möbelaccessoires in Schwarz Matt oder Chrom. Glaseinleger in verschiedenen Farben bringen Farbtupfer ins Bad.

Der German Design Award ist der internationale Premiumpreis des Rat für Formgebung. Sein Ziel: einzigartige Gestaltungstrends zu entdecken, zu präsentieren und auszuzeichnen. Jährlich werden daher hochkarätige Einreichungen aus dem Produkt- und Kommunikationsdesign prämiert, die alle auf ihre Art wegweisend in der internationalen Designlandschaft sind.

Besonders im Jubiläumsjahr sind zahlreiche Auszeichnungen für die Duravit AG wertvoll. Sowohl beim Red Dot Award, iF Award oder Iconic Award zeigten zahlreiche Auszeichnungen bewährter Klassiker, Neuheiten oder auch Kommunikationspreise, dass die Duravit AG in Sachen Marketing und Design eine für den Markt ausschlaggebende Rolle spielt. Über 160 internationale Design Awards seit Beginn der 90er Jahre bestätigen die konsistente, präzise formulierte und wiedererkennbare Designsprache von Duravit.

Bildquelle: Duravit

Sanitärkeramik und ihre Oberflächen:
beständig, langlebig und hygienisch

Sanitärkeramik besteht aus dem sogenannten Scherben, der mit einer Glasur überzogen und im Ofen bei hohen Temperaturen von etwa 1280 °C gebrannt wird. Daraus resultiert ein hoher Härtegrad, der ihr selbst in öffentlichen Sanitäranlagen eine hohe Lebensdauer beschert. Die hygienisch glatte Glasur macht ihre Oberfläche abrieb- und kratzfest sowie pflegeleicht.

Sanitärkeramik: Rohstoffe, Herstellung und Weiterentwicklung

Die Keramikgrundmasse wird aus den natürlichen Rohstoffen Ton, Kaolin, Quarz und Feldspat hergestellt. Sie werden mit Wasser in großen Behältern zum sogenannten Schlicker verarbeitet und durch Gießpumpen in die unterschiedlichen Gipsformen eingefüllt (Bild 1). Nach etwa einer Stunde kann der 8 bis 12 mm starke Rohling zum Trocknen aus der Form genommen werden (Bild 2) und erhält später seinen Feinschliff, auch Weißputz genannt. Ist der Scherben entstaubt (Bild 3), erfolgt die Glasur. Quarz, Kreide und Feldspat werden für die Glasur miteinander vermischt, und mithilfe einer Druckluft betriebenen Sprühpistole von Hand (Bild 4) oder durch automatische Spritzanlagen in einer Dicke von 0,8 bis 1 mm auf das noch „grüne“ Sanitärstück aufgetragen. Nach einer weiteren kurzen Trockenzeit kommen die rohen, glasierten Sanitärteile zum Brennen in gasbeheizte Herdwagen- oder Tunnelöfen (Bild 5). Bei diesem Trocken- und Brennvorgang schrumpfen die Keramikteile um bis zu 11 Prozent. Ausgetüftelte Brennhilfsmittel und viel Erfahrung helfen dabei, dass sich die verschiedenen Modelle während des Brennprozesses nicht deformieren, sondern wie geplant schwinden und optimal formen. Bei der peniblen Endkontrolle wird dies aufs Genaueste überprüft (Bild 6). Erst dann darf das gute Stück Duravit verlassen und gelangt in den Handel.

Je nach Zusammensetzung der Grundmasse unterscheidet man zwischen Sanitärporzellan (Vitreous China), Feinfeuerton und Steinzeug. Vitreous China wird im Bereich Sanitärkeramik am häufigsten verwendet, denn die Festigkeit und (Wasser-) Dichtheit des Scherbens ist durch seinen hohen Glasphasenanteil deutlich höher als bei den beiden anderen Materialarten. Der Werkstoff wird daher ausnahmslos für die Fertigung von Toiletten eingesetzt.

Feinfeuerton und Steinzeug sind gleich aufgebaut. Der Anteil an inerten Materialien wie Schamotte macht den Unterschied aus. Durch den geringeren Glasphasenanteil ist die Deformation beim Brennen deutlich geringer. Der Scherben verformt sich beim Brennvorgang unter seinem Eigengewicht nicht so stark, wie dies bei Vitreous China der Fall ist. Diese Eigenschaft vergrößert den Spielraum im Design – ein Vorteil vor allem bei großen Waschtischen oder Doppelwaschtischen.

Mit der Entwicklung des Werkstoffs DuraCeram konnte die Schlagfestigkeit und Formbeständigkeit von Feinfeuertonmassen nochmals deutlich gesteigert werden, wodurch sich Duravit von anderen Herstellern deutlich abhebt. Bei der Badserie Cape Cod von Phillipe Starck, bei der Badeserie Luv von Cecilie Manz und bei DuraSquare war es möglich, beim Design neue Wege einzuschlagen: enge Radien und dünne Ränder wurden so möglich. (Bild 7)

Glasuren, Farben und Oberflächenveredelungen

Eine Glasur ist ein glasartiger Überzug, der dem Scherben seine glatte und glänzende Oberfläche verleiht und Sanitärkeramik widerstandsfähig gegen Haushaltsreiniger (Säuren oder Basen) macht. Hauptbestandteil sind reine natürliche Siliziumquarze. In der Regel ist die Glasur mit wenigen Ausnahmen Weiß.

Exklusiv für Duravit entwickelte die dänische Designerin Cecilie Manz nun eine neue Farbgeneration in sanften Mattlack- und Glasurtönen. Bei der von ihr entworfenen Badserie Luv ist es möglich, die Außenseiten der Waschtische optional seidenmatt in Weiß, Grau oder Sand zu glasieren. Die Doppelfarben werden dabei in zwei Schritten mit Hilfe einer Schablone von Hand aufgespritzt. Durch den Kontrast mit dem glänzend weiß glasierten Innenbecken entstehen so Einzelstücke von besonderer Optik und Haptik. Die ovalen Aufsatzschalen aus DuraCeram überzeugen zudem durch feine Linien, großzügige Innenbecken und klare Kanten (Bild 8).

Funktionelle Oberflächen waren wichtige Meilensteine in der Forschung. Sie haben die Aufgabe, den Einsatz von Reinigungsmitteln zu reduzieren und WCs mit antibakteriellen Oberflächen zu versehen. So bewährt sich die in die Keramik optional eingebrannte WonderGliss-Beschichtung bei Waschtischen, WCs und Bidets schon seit Jahren. Mit WonderGliss beschichtete Keramik bleibt besonders lange glatt und sauber und ist deshalb ausgesprochen pflegeleicht. Ein weiches Tuch und sanfte Reinigungsmittel genügen, da sich Schmutz und Kalk auf der glatten Oberfläche nicht halten können und Rückstände mit dem Wasser noch leichter abfließen. Für WonderGliss werden ausschließlich Rohstoffe verwendet, die gesundheitlich unbedenklich sind. Die hygienischen Eigenschaften lassen sich darüber hinaus durch HygieneGlaze 2.0 verbessern. Bei dieser Neuentwicklung handelt es sich um keine oberflächliche Beschichtung, sondern um eine zeitlich nahezu unbegrenzt antibakteriell wirkende Keramikglasur, die mit Metallionen angereichert ist. Während des Brennvorgangs wird HygieneGlaze 2.0 in die Glasur integriert. Eingebrannt im Innenraum bis an den Rand vermindert sie die nicht selten im WC und Urinal verborgenen, unerwünschten Bakterien zu 99,999 Prozent innerhalb der Hälfte der Zeit – ein bislang kaum erreichtes Niveau.

Generell werden bei Duravit alle WCs komplett ausglasiert. Bei einfachen Produkten geschieht dies häufig nur an den sichtbaren Stellen. Der Nachteil: Schmutz kann sich an den unglasierten Stellen leicht ansetzen und dort nur schwer oder gar nicht wieder entfernt werden. Da sich der WC-Spülrand selbst mit einer speziellen Bürste auch mit Glasur häufig nur schwer reinigen lässt, hat Duravit mit der Rimless-Technologie eine pflegeleichte Alternative entwickelt (Bild 9). Die offene Spülrandgestaltung ermöglicht eine innovative und leistungsfähige Wasserführung. So werden selbst bei kleinen Wassermengen von nur 4,5 Litern hygienisch einwandfreie Spülergebnisse erreicht und der Beckenrand lässt sich besonders einfach sauber halten.

Duravit forscht und arbeitet permanent daran, um die hervorragenden Eigenschaften von Keramik noch weiter zu verbessern. Eine verantwortungsvolle Materialauswahl, innovative Technologien, sorgfältige Verarbeitung und höchste Qualität schaffen in Verbindung mit dem Original-Design von Duravit einzigartige Produkte von langer Lebensdauer.

Bildquelle: Duravit

Quelle: www.duravit.de Pressemitteilung

 

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